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Vorsorgevollmacht

Vorsorgevollmacht

Quelle: Elke Schanz©

Eine Vorsorgevollmacht sollte jeder Mensch besitzen. Sie sollte jedoch nicht leichtfertig für jemanden erteilt werden. Mit einer Vorsorgevollmacht benennen sie eine Vertrauensperson, die “im Falle einer später eintretenden Geschäfts- und/oder Einwilligungsunfähigkeit (z. B. durch altersbedingten Abbau von geistigen Fähigkeiten)” ihre Interessen wahrnimmt und in ihrem Sinne handelt. Der Bevollmächtigte wird “Vertreter im Willen”.

Mit der Erteilung einer Vorsorgevollmacht an eine Vertrauensperson wird die rechtliche Betreuung oder auch eine Betreuung von Amtswegen vermieden. Die kommt

immer dann zum Einsatz, wenn Personen keine Vorsorgevollmacht, also keinen Bevollmächtigten haben, aber zum Beispiel im Krankenhaus eine Entscheidung über eine Operation und die damit zusammenhängende Narkose (zu welcher der Patient seine Zustimmung erteilen muss) gefällt werden muss.

Für Personen, welche Besitzer von Immobilien-, Grundstücken- oder einer Firma sind, kann sich der Weg zum Notar oder Anwalt lohnen. In solchen Fällen sollte die Vorsorgevollmacht mit der Patientenverfügung, den Nachfolge- und Testamentsregelungen abgestimmt sein.

Bei der Vorsorgevollmacht gibt es, im Gegensatz zur Betreuungsverfügung, keine direkte Kontrolle durch ein Betreuungsgericht. Der Bevollmächtigen muss nur in einigen Fällen bei denen es um freiheitsraubende Maßnahmen (z.B. die Unterbringung in einer geschlossenen Anstalt oder die Einnahme von stark sedierenden Medikamenten) geht durch das Betreuunggericht genehmigen lassen. Finanzielle Entscheidungen kann der Bevollmächtigte ohne weitere Kontrolle treffen. Es obliegt daher dem Betroffenen eventuelle Kontrollmechanismen in die Vollmacht einzubringen.

Eine Betreuungsverfügung wird erst dann gültig, wenn von einem Gericht die Betreuung angeordnet wird. Der Betreuer unterliegt auch dann weiterhin der gerichtlichen Kontrolle. Viele Vorsorgevollmachten werden gemacht, weil die Angst besteht, dass im Falle der Geschäftsunfähigkeit ein Fremder, ein vom Gericht bestellter Betreuer eingesetzt wird. Das Gericht ist jedoch gesetzlich verpflichtet zunächst Ehepartner oder Angehörige mit der Betreueraufgabe zu beauftragen.
“Der Vorteil der Vorsorgevollmacht gegenüber der Betreuung ist auch darin zu sehen, dass mit der Vollmachts- erteilung das Grundrecht auf Selbstbestimmung zum Ausdruck gebracht wird. In einer Betreuungsverfügung wird lediglich dem Gericht mitgeteilt, wer als Betreuer gewünscht wird. Eine Betreuungsverfügung ist also nicht zwingend verbindlich”.
Ein entscheidender Vorteil der Vorsorgevollmacht kann auch sein, dass der Bevollmächtigte in Kenntnis der Vollmacht sofort handeln kann.
Als Nachteil kann sich fehlende Kontrolle durch ein Betreuungsgericht herausstellen. Wenn sich bei  bevollmächtigten Familienangehörigen, beispielsweise durch neue Partnerschaften, neue Lebenssituationen ergeben, können diese konträr zum Willen des Vollmachtgebers stehen.

Bundesnotarkammer

Bei der Bundesnotarkammer gibt es ein zentrales Vorsorge- register. Hier kann man seine Vorsorgevollmacht per Post oder per Internet hinterlegen.

Im Falle des Eintretens der Geschäftsunfähigkeit eines Vollmachtgebers können Angehörige, Freunde oder Amts- personen über den Zugriff auf das Register schnell herausfinden, wer als Bevollmächtigter eingesetzt wurde.

Neben der Vorsorgevollmacht ist eine Patientenverfügung ebenso ein wichtiges Dokument, über welches sie sich ausführlich Gedanken machen sollen. Was dabei zu berücksichtigen ist, was sie bedenken und wie sie eine Patienten- verfügung erstellen lesen sie hier....


(Quelle: wikipedia)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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