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Senioren und Wohnen

Fast alle älteren Menschen wünschen sich, in den eigenen vier Wänden zu sterben. Wie heißt es doch so schön: “Einen alten Baum verpflanzt man nicht”!
Leider denken wenige beim Bau eines Hauses oder beim Kauf einer Eigentumswohnung an das Älter werden. Bei den 30ig bis 40zig Jährigen stehen andere Prioritäten und Träume im Vordergrund: Ein Haus über drei Etagen in schöner Umgebung außerhalb der Stadt, ein großer Garten in Hanglage für die Kinder. Eine Altbauwohnung in der dritten Etage mit hohen Decken, Badezimmer mit freistehender Badewanne, schmalen Flure und Schiebetüren und einer traumhaft schönen Dachterrasse mitten in der Stadt.

Doch 30 Jahre später können diese Wohnträume zum Alptraum werden.
Die Kinder sind aus dem Haus, die Zimmer der oberen Etage stehen leer. Die Pflege des Gartens wird zur Dauerbelastung. Eine Vermietung ist ohne erheblichen Umbauaufwand nicht möglich und der Weg in die Stadt wird mit dem Auto immer beschwerlicher. Den Einkauf in die dritte Etage zu bringen wird immer mühsamer, die Badewanne ist nicht mehr nutzbar, weil man nicht mehr so beweglich ist und Angst hat auszurutschen, die Türschweller werden zu Stolperfallen und in den Fluren löst das Stellen eines Stuhles bereits einen Hindernislauf aus. Ein Aus- bzw. Umzug wird unausweichlich.
Doch kann man bereits beim Bau eines Hauses, einige Dinge berücksichtigen, die sich in späteren Jahren auf die Wohnsituation im Alter positiv auswirken können.
So kann man beispielsweise beim Bau eines Hauses, in den oberen Räumen, die als Schlafzimmer dienen, bereits Zu- und Abfluß für einen spätere Küche einbauen. Strom- und Heizkreisläufe von vorn herein trennen. So läßt sich eine spätere Vermietung der oberen oder unteren Etage während der Bauphase mit wenig Geld vorbereiten.
Breite Flure und Türen, ebenerdig eingelassene Terrassentüren und eine bodentiefe großzügige Dusche erleichtern auch in späteren Jahren das Wohnen in den eigenen vier Wänden. Eine Wohnanlage für Eigentumswohnungen sollte auf jeden Fall über einen Fahrstuhl verfügen.

Im Oktober 2014 hat die Bundesregierung eine neue, verbesserte Pflegereform beschlossen. So werden zum Januar 2015 nicht nur die Beträge zur Pflegeversicherung steigen, sondern auch die Pflegeleistungen angehoben, die Kurz-, Nacht- und Verhinderungspflege ausgebaut und es werden mehr Zuschüsse für private barrierefreie Wohnungsumbauten bezahlt. So steigt etwa der Zuschuss für ein barrierefreies Badezimmer von 2.557 Euro auf 4.000 Euro. Der Umbau des Badezimmers ist in den meisten Fällen die aufwendigste Maßnahme. Weitere Maßnahmen wären: die Verbreiterung der Türen (wenn möglich), so dass ein Rollator oder gar ein Rollstuhl hindurch passt, die Herausnahme der Türschwellen bzw. die Überbrückung von Türrahmen (z.B. der Terrassentür). Die nachträgliche Montage von Innentürantrieben erleichtert das Öffnen enorm. Der Umbau der Küche beschränkt sich meist auf den Austausch der Möbel und wird nur dann vorgenommen, wenn gehandicapte Personen sich nur noch permanent im Rollstuhl fortbewegen können. Die Anschaffung von Pflegemöbeln kann aber im Schlafzimmer auch für Senioren, beeinträchtigte oder pflegebedürftige Menschen sinnvoll sein.
Ein Seniorenbett, kann man heute bereits in jedem Möbelgeschäft bekommen. Es zeichnet sich durch eine höhere Aufstehhöhe aus als beispielsweise ein Futtonbett. Besonders bei auftretenden Kreislauf- problemen können ältere Menschen sich leichter aufsetzen und besser aufstehen. Die Anschaffung eines Pflegebettes wird dann notwendig, wenn die Verweildauer im Bett immer länger und der Pflegeaufwand für den Betroffenen immer mehr Zeit in Anspruch nimmt. Nicht nur für den zu pflegenden Angehörigen oder den professionellen Pfleger wird die Arbeit am Betroffenen durch ein Pflegebett erleichtert, auch der Betroffene selbst hat Vorteile. So kann er sich in einem elektrisch betriebenen Pflegebett selbst aufrichten und ausgestattet mit einer Dreh-/Aufstehhilfe sogar selbstständig aufstehen.

Eine weitere Ausbaumaßnahme, welche auch gefördert wird, ist der Einbau eines Treppenliftes. Innerhalb der Wohnung oder des Hauses, aber auch im Treppenhaus von Mietwohnungen bzw. an Außenwänden eines Hauses kann ein solcher Lift ein- bzw. angebaut werden. Auf dem Markt gibt es  eine Vielzahl von Herstellern und unterschiedliche Varianten, welche speziell für den Nutzer aber - und vor allem - auf die unterschiedlichsten örtlichen Gegebenheiten angepasst werden können. So unterscheidet man grundsätzlich zwischen einem Sitzlift und einem Hublift (auch Plattformlift genannt), einem Senkrechtlift (Fahrstuhl) oder so speziellen Liftern, wie dem Badewannen- oder Poollifter.

Sicherheits- und Überwachungssystem, Notrufsysteme, (siehe auch Senioren und Technik) und Alarmanlagen geben älteren Menschen in ihren Wohnumfeld zudem mehr Sicherheit.

Aber es müssen nicht immer nur die aufwendigen, kostspieligen Umbau-, Ausbau- und Einbauhilfen sein, die den Alltag von älteren, pflegebedürftigen und beeinträchtigten Menschen erleichtern. Es gibt auch viele kleine Helfer die im Alltag nützlich sein können.
Die Liste dieser kleinen Helfer ist lang und dem Erfinderreichtum sind keine Grenzen gesetzt. Auch hier gilt: Wenn es für einen Betroffenen sinnvoll ist, dann ist es okay.
So gibt es Schürzen mit Magnetverschluß, eine Pillenbox inkl. Tablettenschneider, elektrische Flaschen- öffner, Greifhilfen, wasserdichte Spannbettlaken, Waschbeckendusche, Stehleiter mit Sicherheits- plattform, Haarbrüsten und -kämme mit Stielen und rutschfesten Griffen, Nagelknipser mit Lupe, Knopfhaken, und und und....
Die Liste könnte endlos weiter geführt werden.

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